Imprimer

ermittlungstätigkeit

das ermitteln der erben bedeutet, dass man erbordnung für erbordnung restlos all ein betracht kommenden verwandten erforscht. also zuerst die nachkommen, dann die eltern und ihre nachkommen, dann alle grosseltern und ihre nachkommen, usw. diese forschungen sind sehr aufwändig und können sich über jahre hinziehen, wenn man auf die kooperation von behörden mit ihren bearbeitungszeiten ist. es gibt standesämter, deren bearbeitungszeiten über ein jahr betragen und pfarrämter können das auch mal übertreffen. wenn man nicht selbst an die quellen herankommt, kann dies die ermittlung blockieren.

wenn man einmal erben ermittelt hat, verstehen viele nicht, warum es denn so schwer gewesen sein soll, sie zu finden. sie haben manchmal die ganze verwandtschaft ungefähr im kopf. der erblasser mag das auch gehabthaben, hat aber sein wissen mit ins grab genommen. und persönliche aufzeichnungen sind oft keine vorhadnen. so ist es der regelfall, dass man jedes mal von vorn anfangen muss: hatte der erblasser kinder, war er einmal verheiratet? wer waren seine eltern? und so weiter.

erbenermittlung ist letztlich eine kombination von genealogsicher forschung und detektivarbeit: zunächst einmal muss man geneealogisch die verwandtschaft ermitteln. wenn man auf einen vielleicht noch lebenden verwandten stösst, muss man suchen, ob man seinen gegenwärtigen aufenthalt findet.

als quellen kommen alle genealogischen quellen in betracht. vor allem standesamtsregister (zivilstandsregister), kirchenbücher, meldeunterlagen bei einwohnermeldeämtern bzw. einwohnerkontrollen, adressbücher, nachlassakten von verwandten, friedhofsverzeichnisse, steuerregister, volkszählungen, nachrufe, verzeichnisse von flüchtlingen oder opfern von krieg oder vertreibung.

das ergebnis einer erbenermittlung ist anders als ein genealogischer forschungsbericht in der regel eine tafel, auf der die erbrechtlich relevanrten personen mit ihren personenstandsdaten verzeichnet sind. auf gesonderten wunsch wird auch ein erleuchtender bericht geliefert, vor allem, wenn die erbenermittlung erfolglos war und klar werden muss, was denn im rahmen der forschung unternommen wurde.